25. Mai bis 16. Juni 2018

Theater vom Richtplatz Aarburg

Der Verein

Theater vom Richtplatz Aarburg                                  

 

Wir sind eine Laientheatergruppe, welche alle zwei Jahre auf dem Richtplatz der Festung Aarburg Freilichttheater spielt. Seit 2000 sind wir ein Verein mit entsprechenden Statuten.

 

Unsere erste Produktion kam 1993 eher zufällig zustande: Damals feierte das  «Kantonale Erziehungsheim» auf der Festung sein 100-jähriges Jubiläum. Um diesen Anlass etwas spektakulärer zu gestalten, dachten die Organisatoren an eine Theateraufführung, suchten einen Regisseur und interessierte Darsteller und Darstellerinnen aus der Region, um ihre Idee zu realisieren.

Und wirklich: Das später produzierte Mundartstück «Gaunerbluet» von Kurt Hutterli stiess auf breites Interesse und wurde zu einem unerwartet grossen Publikumserfolg.

Danach war für die meisten Beteiligten klar: «Gaunerbluet» sollte nicht die letzte Produktion in dieser Art bleiben, wir hatten Blut (dieses Mal Theaterblut) geleckt!

Zwei Jahre folgte mit «De Franzos im Ybrig» von Thomas Hürlimann der zweite Streich. Auch dabei waren uns die Zuschauer wohlgesinnt und somit war der erste Schritt für eine neue Theatertradition getan.

1997 brachten wir die Gruselkomödie «Der Tanz der Vampire» frei nach Romanski von Markus Keller sowie im Sommer 1999 «Der Glöckner von Notre-Dame» zur Aufführung. Alle diese Aufführungen erfolgten unter der Regie von Peter Voellmy.

Im Jahre 2001 entschieden wir uns für einen Wechsel in der Regie. Unter Walter Küng als Regisseur und Christian Haller als Dramaturg wollten wir auch zu unserer künstlerischen Entwicklung ein Zeichen setzen. So kam es zum Stück „D Fahneweih“ nach Texten von Ernst Burren, welches uns forderte und erfolgreich aufgeführt werden konnte.

Im Sommer 2003 kam das Stück „Der Alpenkönig und der Menschenfeind„ von Ferdinand Raimund ebenfalls unter der Regie von Walter Küng und mit dramaturgischen Unterstützung von Christian Haller, welcher eine Aarburger Fassung in Originalsprache erstellte, zur Aufführung. Eine weitere Herausforderung für unsere Laientheatertruppe.

Im Mai/Juni 2005 haben wir uns für das Stück „Omleto“, eine Komödie nach italienischem Rezept, von Kurt Hutterli entschlossen. Kurt Hutterli hat für uns sein Stück überarbeitet; er ist auch der Autor von unserem ersten Stück vom Jahre 1993. Regie dieser Komödie führte Hans Gysi, Märstetten.

„Himmelswärts“ von Ödon von Horvath nach einer Mundartfassung von Deborah Epstein und Ernst C. Siegrist unter der Regie von Nicolas Russi, Brittnau, kam als 8. Produktion zur Aufführung. Eine märchenhafte Komödie zwischen Himmel & Hölle begeisterte das zahlreich erschienene Freilichttheaterpublikum im Sommer 2007 auf „unserem“ Richtplatz auf der Festung Aarburg.

Im August/September 2009 führte erstmals eine Frau Regie: Kerstin Schult, Olten, mit dem Stück „Lysistrate“ von Aristophanes. Es thematisierte den Kampf einiger Frauen gegen die Männer als Verursacher von Krieg und den damit verbunden Leiden. Krieg oder Liebe: Vor diese Wahl stellte Lysistrate die Männer Athens. Ein gewagtes Stück, sehr gut inszeniert. welches das Publikum zum Staunen und Lachen brachte.

Mit "Blumen, Bräute und Banditen" wagten wir uns, wiederum unter der Regie von Kerstin Schult, Olten, im Jahre 2011 an eine Westernkomödie und erlebten im Banditendorf Chiquaqua, das früher eine Mission war, wie sich Banditen des Westens und Bandidos aus Mexiko um die Vorherrschaft bei den Flowers bekämpften. Bis ihnen eines Tages drei Ordensschwestern zeigten, wer hier das Sagen hat.

Auf der Basis einer Erzählung von Oscar Wilde, „Lord Arthur Saviles Verbrechen“, hat die Regisseurin Sibylle Heiniger aus Bern für uns das Stück „Die unmöglichen Verbrechen der Lady S.“ geschrieben und inszeniert. Es handelte sich um eine echte Kriminalkomödie mit schwarzem Humor aus der Oberschicht der Londoner Gesellschaft. Im  zwanzigsten Jahr unseres Bestehens auf der Festung war das 2013 unsere elfte Produktion.

2015 kam unsere 12. Produktion seit Bestehen unserer Theatergruppe zur Aufführung! Titel des Stücks;  „An König Arthus‘ Hof“ Ein irrsinniger Zeitsprung nach dem Roman von Mark Twain. Regisseurin war wiederum Sibylle Heiniger. Sie hatte frei nach dem Roman von Mark Twain dieses Stück dramatisiert und inszeniert.

Die nächsten Aufführungen hätten ursprünglich 2017 stattfinden sollen. Aus verschiedenen Gründen haben wir diese auf 2018 verschoben. Gespielt wird das Stück „Moorgang“ von Norman Robbins, Schweizerdeutsch von Hansruedi Schneider. Es handelt sich um einen Comedy-Thriller: Die verbliebenen fünf Mitglieder der Familie Henk treffen sich auf Einladung von ihrem Anwalt im Monument-House, ihrem Familiensitz inmitten eines Moors. Vordergründig geht es um das Erbe der Familie. Tatsächlich sind aber die meisten nur am eigenen Profit interessiert. Man wird sehen, was da so alles geschieht.
Es ist unsere 13. Produktion im 25. Jahr unseres Bestehens. Ein kleines Jubiläum, das wir gerne mit allen Theaterfreunden auf unserem Richtplatz der Festung Aarburg feiern können.

An dieser Stelle danken wir allen, die uns in all den Jahren immer wieder in finanzieller, materieller oder auch ideeller Art unterstützt haben. Diese breite Unterstützung macht es erst möglich unsere Freilichtaufführungen durchführen zu können.

 

Heinrich Schöni, Präsident